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Heimische Libellen

June 30, 2017

 

Der Juni ist einer der besten Monate, um heimische Libellen zu beobachten oder wie ich, sie zu fotografieren. Libellen gehören zu unseren größten Insekten und es gibt derzeit in Deutschland insgesamt 81 bekannte Arten (in Hessen 65).

 

Um einen immer noch häufig anzutreffenden Irrglauben den Wind aus den Segeln zu nehmen. Libellen stechen nicht und sie haben auch keinen Saugrüssel wie etwa Stechmücken! Libellen leben zwar rein räuberisch und sie ernähren sich von anderen Insekten, aber ihnen fehlt ein Giftstachel, wie ihn z. B. Bienen oder Wespen besitzen. Sie überwältigen ihre Beute im Flug und lassen sich zum Fressen auf einer Pflanze oder am Boden nieder. 

 

Libellen haben ausgezeichnete Komplexaugen (bestehend aus 30.000 Einzelaugen) und sind je nach Art extrem flinke Flieger. Sie können durchaus Geschwindigkeiten bis zu 55 km/h erreichen. Libellen legen Eier ab, aus denen sich Larven entwickeln. Diese leben ebenfalls räuberisch je nach Art für mehrere Jahre in Gewässern, bis sie dann an warmen Frühlings- oder Sommertagen das Gewässer verlassen, um eine sogenannte hemimetabole Metamorphose (unvollkommene Verwandlung) einzuleiten. Dieser Schlupfvorgang kann je nach Libellenart zwischen 60 Minuten bis zu einigen Stunden andauern.

 

Libellen gab es schon vor den Dinosauriern, nämlich bereits vor mehr als 320 Mio. Jahren. Damals waren diese Insekten allerdings wahre Monster. Mit Flügelspannweiten von bis zu 75 cm würden unsere heutigen Großlibellen mit max. Spannweiten von ca. 20 cm wie Zwerge wirken.

 

Einige Libellen, wie z. B. die Blaugrüne Mosaikjungfer, haben keinen besonders hohen Anspruch auf die Wassermenge bzw. -qualität. Jedoch gibt es mitunter einige Arten, die ganz spezielle Biotopsvoraussetzungen benötigen, um ihren Bestand zu sichern.

 

Leider hat sich in den letzten 60 Jahren die Wasserqualität zunehmend verschlechtert. Ein Grund ist der massive Einsatz von Pestiziden, aber auch der Wegfall von besonderen Biotopen macht einigen Libellen das Überleben schwer. Daher sind einige Arten nur noch extrem selten anzutreffen und andere wiederum passen sich den neuen Gegebenheiten recht gut an. Trotzdem findet sich traurigerweist mehr als die Hälfte aller heimischen Libellenarten auf der Roten Liste wieder.  

 

 

 

 

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